Nachbarschaftstreffen 21.9.13 15.00 Uhr

Hallo Anwohner_Innen und Freund_Innen des Münzviertels,

wir möchten am Samstag den 21.09.2013 ab 15.00h auf dem Parkplatz hinter der Notunterkunft der Spaldingstraße 1 ein Nachbarschaftstreffen veranstalten. Dieses Treffen ist für alle die im Münzviertel leben. Egal, ob sie auf der Straße, in öffentlicher Unterbringung, in überteuerten Mietwohnungen oder irgendwie sonst im Viertel leben, woher sie kommen und wohin sie gehen oder gegangen werden.

Für Essen, Trinken, etwas Musik und ein kleines Fußballturnier ist gesorgt. Grundsätzlich soll das Treffen dazu dienen, dass die hier Lebenden miteinander reden statt übereinander.

Es gibt zwei weitere sehr gute Gründe fürs Mitmachen beim Nachbarschaftstreffen.

Der Mietenwahnsinn in Hamburg muss gestoppt werden. Wie kann es sein, dass bei dem allseits bekannten Leerstand von Gebäuden in Hamburg Menschen auf der Straße leben oder in öffentlichen Einrichtungen untergebracht werden, weil sie keine Wohnung anmieten können? Leerstand zu Wohnraum! Die Unterstützung dieser Forderung ist ein Grund beim Nachbarschaftstreffen teilzunehmen*.

Übergriffe, wie zuletzt in Berlin-Hellersdorf zeigen, dass der geistige Nährboden für Progrome gegen das vermeintlich „Fremde“ und „Andere“ nach wie vor latent in der Gesellschaft verankert  sind. Nicht unwichtiger erscheint es deshalb zweitens den Dialog zu suchen und ein Zeichen gegen Fremdenhass zu setzen.

Los geht’s um 15Uhr. Wir brauchen auch auf jeden Fall noch Hilfe beim Aufbau. Hierfür treffen wir uns am Samstag bereits um 13.30h in der Tante Münze. Jedes Engagement ist willkommen. Eigene Ideen können auch noch umgesetzt werden. Wer noch in der Kochgruppe helfen oder gar beim Fußballturnier teilnehmen möchte kann sich gerne melden.

Beste Grüße
Manuel

http://mietenwahnsinn.rechtaufstadt.net/

Aufruf des Münzviertel wider den Mietknebelverträge des Michael B. im Repsoldhaus

schwarzLiebe Münzviertlerinnen und Münzviertler,

die Plakate am Repsoldhaus fetzen und bringen die Sache auf den Punkt. Im Oktober 2011 haben wir es schon einmal versucht:

Es war spätsommerliches Fest,

doch danach blieb uns die Puste aus. Dieses Mal packen wir es, bleiben dran und solidarisieren uns mit den Mietern des Repsoldhauses in ihrem Kampf gegen die unmoralischen Mietknebelverträge des Michael B. Unsere Forderungen:

Statt Gewerbemietverträge
Wohnungsmietverträge
und für die Food-Coop Tante Münze
Zwischennutzung der
ewig leeren Gewerberäume
Ecke Repsoldstr. / Rosenallee
Und dies sofort.

Alles andere gilt nicht.

Ob solche Forderung nach Umwandlung von Gewerbe- in Wohnungsmietverträge juristisch* möglich ist, bleibt vorerst offen. Aber unserem Selbstverständnis nach moralisch völlig legitim. Denn die Begrifflichkeiten der Moral sollte für den Anthroposophen Michael B. s. www.firma-24.de/michael-thomas-peter-blachy-elbterrain-grundstücks-g-m-b-h-mittelweg-hamburg und Link: www.firma-24.de/michael-thomas-peter-blachy-bauverein-hamburger-anthroposophen-e-v-mittelweg-hamburg nicht fremd sein.

Mit anderen Worten: Das Aufbäumen der Mieter des Repsoldhauses gegenüber den Mietknebelverträgen ist nicht nur ein egozentrisches Aufbegehren zum eigenen Vorteil, sondern ist zugleich ein Kampf für ein lebenswertes Gemeinwesen Münzviertel, wie wir dieses seit über 11 Jahren mit unseren Stadtteilaktivitäten praktizieren und dieses in den öffentlichen Verlautbarungen zu unseren jährlichen Straßenfesten bekunden. Wie richtig wir damit liegen s. Link: www.muenzviertel.de/blog/?p=826

Deshalb solidarisieren wir uns mit den Mietern des Repsoldhauses in ihrem Widerstand gegen die Mietknebelverträge des Michael B. Es ist unser gemeinsamer Kampf für ein menschenwürdiges Gemeinwesen Münzviertel, wo jeweils die Bewohner, Gewerbetreibende sowie Grund- bzw. Hauseigentümer untereinander die gleichen Rechte und Pflichten besitzen und gemeinsam Verantwortung tragen für das Gelingen eines intakten Gemeinwesen Münzviertel.

Alles weitere bei unserem 47. Quartierstreffen übermorgen am Dienstag, den 10.9. um 20.00 Uhr im „Treffpunkt Münzburg“  Münzweg 8 (Innenhof Münzburg)

Mit nachbarschaftlichen Grüßen
für die Stadtteilinitiative Münzviertel
Günter Westphal

*Anwesend wird Herr Lehmpfuhl vom Hamburger Mieterverein e.V. sein, der uns über die juristischen Fakten und Möglichkeiten informiert.

http://www.mopo.de/nachrichten/mieter-haben-kaum-rechte-uhlenhorst–die-miesen-abzock-tricks-des-miethais,5067140,24079756.html

www.mopo.de/nachrichten/miese-tricks-des-immobilienhais-die-opfer-von-michael-b–und—alster-terrain-,5067140,24095326.html

www.mopo.de/nachrichten/miese-abzock-tricks–miethai-und–alster-terrain–jetzt-ein-fall-fuer-den-senat,5067140,24102862.html

Vom Viertel fürs Viertel II Wir haben gehüpft

Hallo liebe Bewohner des Münzviertels,

zum dritten Mal bin ich als ungebetener Gast zufällig (kann das noch Zufall sein?) auf Euer wunderbares Straßenfest geraten (eigentlich wollte ich nur einen Blick in die Galerie Kammer werfen) und habe wieder einen beglückenden Nachmittag und Abend erlebt.

Das Münzviertel kenne ich als neugieriger Stadtspaziergänger schon sehr lange. Der Begriff „Viertel“ ist ja doch eine klare Übertreibung (ähnlich wie beim Gängeviertel). Tatsächlich sind es nur ein paar, teils wunderschöne Wohnhäuser mit ungewissem Schicksal zwischen Gewerbe und Verkehr.

Dem transitorischen Charakter der städtebaulichen Lage entspricht die Mischung der Bewohner aus sozialen, ethnischen, politischen und kulturellen Migranten, die hier teils aus Not, teils aus eigenem Willen zur Absonderung mehr neben- als miteinander leben. Dass sich aus dieser Lage das trotzig kontrafaktische Projekt des „Münz-Viertels“ entwickelt hat und seit vielen Jahren behauptet, finde ich bemerkenswert und beeindruckend. Offenbar gibt es unter den Bohemiens, die das Leben in der Differenz zur wachsenden Stadt nicht bloß erleiden, sondern es schätzen und verteidigen wollen, auch ziemlich tatkräftige Leute.

Das Straßenfest erlebe ich als praktische Behauptung des Ideals einer Gemeinschaft der Nicht-Identitären. Diese Gemeinschaft, die ihre Substanz im räumlichen Zusammenhang des Wohnens hat, betätigt sich, wie es ihr gemäß ist, nämlich in einem entspannten Neben- und Durcheinander auf der gemeinsamen Straße, beim Stehen, Gehen, Sitzen, Essen, Schauen, Hören, zu dem alle als Subjekt und Objekt gleichermaßen und doch ganz unterschiedlich beitragen. Ganz praktisch begeistern mich bei Euren Festen jedes Mal wieder das wunderbare hausgemachte Essen und natürlich die überraschenden, durchweg interessanten Perfomances auf Eurer Bühne.

Tumorchester

Boyd’s Gitarren Orchester

Konrad Küchenmeister

Meine Freude am Besuch Eures Viertels und des Straßenfests hat natürlich etwas Voyeuristisches, aber ich hoffe, dass auch dieser neugierige Blick von außen quasi als Beitrag zur Selbstwahrnehmung des Viertels gerechtfertigt werden kann.

Herzliche Grüße
Kai

6. September 2013

Fotos: Günter Westphal

www.muenzviertel.de/blog/?m=201307