Einladung zur Kundgebung „Die Viertel denen, die drin leben!“ Donnerstag 7.9.2017 Münzplatz 18.00 Uhr

Verschwindet von meinem Hof herrschte König Olaf und träumte uns ins Nirgendwo.
Ein Trugschluss: Wir sind noch hier!

Am 7. September um 18.00 Uhr treffen wir uns unter dem Motto „Die Viertel denen, die drin leben!“ auf dem Münzplatz zu einer Kundgebung. Gemeinsam mit Vertreter_innen  anderer selbstverwalteter Räume wollen wir zeigen, dass der Konflikt ums Münzviertel nicht gelöst ist. 

Olaf Scholz sagte dem Hamburger Abendblatt am 5.8.2017:

„… Hafenstraße, Rote Flora und Gängeviertel sind da. Aber ich will keine weiteren solcher Einrichtungen. Das habe ich durchgesetzt, zum Teil im Konflikt, siehe Münzviertel. ….“

Unsere Antwort lautet: Jedem Viertel ein kollektives Zentrum!

Bereits viermal versammelten wir uns mit unsere Nachbar*innen auf dem Münzplatz. Die unangemeldeten Versammlungen am 27.4.,11.5.,1.6. und 4.7.17 (1) mit bis zu 200 Teilnehmer*innen waren symbolische Raumnahmen, die verdeutlichten, wie groß der Raum ist, der im Münzviertel nicht erst seit Schließung und Abriss des kollektiven Zentrums im Winter 2016 fehlt.

Hieran schließen wir mit der Kundgebung am 7.9.17 an. Dort stellen wir mit Redebeiträgen, Bannern und Musik der absolutistischen Stadtentwicklung „von oben“ unsere emanzipatorische Perspektive eines widerständigen Viertels der nachbarschaftlichen Solidarität entgegen.

Münzplatz 4.7.17

Nach dem Abriss der ehemaligen KiTa am Schultzweg stehen wir nun wieder da, wo wir vor der Zwischennutzung der angemieteten Räume in der KiTa standen: Ohne Räume für unsere nachbarschaftlichen Aktivitäten TanteMünze, RadKüche Münze, Migrant*innen- und Obdachlosenarbeit. Die uns von SPD und Grünen versprochenen Container zur weiteren Zwischennutzung sind nie angekommen und auch um die Einrichtung eines Sozio-Kulturellen-Zentrum im alten Schulgebäude Münzstraße 6 (2) ist es still geworden.

Die Umstrukturierung des Münzviertels ist in vollem Gange: Nach Fertigstellung der Luxusappartmentanlage „Neuer Hühnerposten“ im letzten Winter, steht am Schultzweg das nächste Mikroappartmentprojekt in den Startlöchern. Wo zuletzt das kollektive Zentrum den Konflikt um das Recht auf Stadt im Münzviertel entfachte, will die Hanseatische BauKonzept jetzt weitere 200 Appartments für ca. 30 €/m² bauen. Des Weiteren verdichten sich die Gerüchte über zwei neue Baugenehmigungen für 11-stöckige Hotels an der Spaldingstraße.

(3)

Die Bedürfnisse aus dem Stadtteil werden ignoriert. Statt Räume für unsere nachbarschaftlichen Aktivitäten gibt es für das Münzviertel nur immer mehr Hotels und Luxusappartments – Es reicht!

Stadtteilinitiative Münzviertel

Über die Stadtteilinitiative Münzviertel: Die Stadtteilinitiative ist ein Zusammenschluss von Bewohner*innen des Münzviertels und sorgt seit über 15 Jahren für Vernetzung im Viertel, sie organisiert das jährliche Straßenfest und stellt der profitorientierten Stadtpolitik eine Stadtentwicklung „von unten“ entgegen.

(1) „Die Wünsche fingen an, Wirklichkeit zu werden“http://www.muenzviertel.de/blog/?p=4420
(2)  „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3728
(3) „LIG – Auf Hamburg bauen“:  http://immobilien-lig.hamburg.de/immobilienangebote-gewerbe/5797980/immobilienangebote-gewerbe-buero/

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