Empfehlungsentwurf: Konzeptvergabe in Erbpacht der im B-Plan Klostertor11-S.Georg (Flurstücke 1824 und 1710 / ehemalige Hillgruber Grundstücke) für Wohnungsbau ausgewiesene Grundstücke (Innenbereich und Ecke Norderstraße/Schultzweg) vorzugsweise an eine Wohn-Genossenschaft. Quartiersbeiratsitzung Münzviertel 29.10.20 (online)

B-Plan Klostertor11-S.Georg (Flurstücke 1824 und 1710)

Mit Bezugnahme auf die Drucksache-Nr.: 21-4985: „Für verträgliche Nachbarschaften – keine weitere Hotelentwicklung auf städtischen Flächen im Münzviertel (Antrag der SPD- und GRÜNE-Fraktion Hamburg-Mitte)“ v. 31.1.2019:

[dass] „ … für eine der letzten Flächen vor Ort, die sich im städtischen Besitz befinden, keine weitere Hotelentwicklung vorzusehen [sind]“. [Stattdessen sollte] „die Vergabe dieser Fläche mit Hinblick auf langfristige Steuerungsmöglichkeiten in Erbpacht erfolgen. Gleichzeitig sollte für den Wohnungsbau ein Partner gefunden werden, der die besondere Mischung aus Wohnnutzung und sozialer Infrastruktur (Herz As, Hoffnungsorte, etc.) in der Norderstraße passend ergänzt.“,

fordert der Quartiersbeirat Münzviertel die Stadt als Eigentümerin der
Grundstücksflächen (Flurstücke 1824 und 1710) auf, die im B-Plan Klostertor11- St.Georg41 für Wohnungsbau ausgewiesenen Grundstücke (Innenbereich und Ecke Norderstraße/Schultzweg) in Erbpacht an eine Wohn-Genossenschaft zu vergeben, die sowohl der sozialen Infrastruktur im Viertel und dem gemeinwesenorientierten Selbstverständnisder Münzviertler Bewohnerschaft Rechnung trägt wie z.B.: Wohnungen nach dem „Housing First“ Prinzip für jungerwachsene obdachlose Menschen (Werkhaus Münzviertel), sozialer Wohnungsbau nach dem ersten Förderweg und die Integration nachbarschaftlicher Initiativen für Wohnprojekte. Die Vergabe der Grundstücke soll im Rahmen einer partizipativen Konzeptgestaltung erfolgen. ….

Stadtteilinitiative Münzviertel 28.10.20

„Die Aufgabe des Quartiersbeirates ist es, die selbsttragende und nachhaltige Verbesserung der Wohn-, Lebens- und Arbeitsbedingungen der ansässigen Bewohner sowie der ortsbezogenen Akteure zu befördern mit dem Ziel uneingeschränkter Teilhabe aller an der emanzipatorischen Gestaltung des Gemeinwesens Münzviertel.

Dies soll durch die Entwicklung und Förderung nachbarschaftlicher, kultureller, künstlerischer, baulicher, sozialer, bildungs- und beschäftigungswirksamer Konzepte und Maßnahmen geschehen, die den endogenen Potenzialen des Stadtteils gerecht werden und Gentrifizierungsprozessen entgegenwirken.

Dabei sollen die sozial-, bildungs-, stadt- und wohnungsbaupolitischen Zusammenhänge über das Gebiet des Münzviertels hinaus berücksichtigt werden.“

aus: Präambel: Geschäftsordnung für den Quartiersbeirat Münzviertel 10.4.2014