Voll doof: Verkauf des städtischen Grundstücks „ehemalige Schule für Hörgeschädigte“ Schultzweg 9 an das private Finanzkapital.

IMGP4729Münzstraße 1.8.2014

Das Münzviertel ist innerhalb des städtischen „Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)“ als „Fördergebiet Münzviertel“ ausgewiesen. Schlüsselprojekte des Fördergebiets ist neben der Einrichtung des „Werkhaus Münzviertel – Ein Modellprojekt zur Verschränkung von Pädagogik, Kunst und Quartiersarbeit“
siehe Werkhaus
http://www.muenzviertel.de/?p=1490
in der ehemaligen Jugendwerkstatt Rosenallee 11 die Neubebauung des Schulgeländes der ehemaligen Schule für Hörgeschädigte am Schultzweg 9

IMGP4820Münzstraße 8.8.2014

Unter dem Leitthema des Fördergebiets: „Kunst und Soziales“ erarbeiteten 2011 die Bewohnerinnen und Bewohner des Münzviertel über mehrere Monate hinweg in Kooperation mit den Studierenden und den Lehrenden der HCU städtebauliche Entwürfe für das ehemalige Schulgelände. Ziel der Entwürfe war und ist es, die endogen gewachsenen sozialen Strukturen des Gemeinwesens Münzviertel auf das geplante Bauvorhaben zu übertragen.

Mit dem Basta-Argument: „Der Verkaufserlös des Schulgeländes ist im Rahmen eines Ideenwettbewerbes (Höchstgebotsverfahren) als Einnahmeposten fest im Sondervermögen Schulbau fixiert“ wischt die zuständige Finanzbehörde die städtebaulichen Entwürfe des Quartiers grob und intransparent beiseite und vergibt das Grundstück im September 2013 als Anhandgabe an die Hanseatische BauKonzept GmbH & Co KG Immobiliengesellschaft (HBK). Ein solcher Verkauf unter dem Diktat der reinen Profitmaximierung Einzelner von städtischem Grundstück ist voll doof und dies im doppelten Sinn.

1. die Nichtbeachtung der Ergebnisse der städtebaulichen Entwürfe seitens der Finanzbehörde degradiert die Betroffenen vor Ort mit ihrem Wissen und Alltagspraxis von einem lebendigen Gemeinwesen zum bloßen Befehlsempfänger und stellt sich damit quer zum „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“.

2. durch den endgültigen Verkauf von städtischem  Grund und Boden an das private Finanzkapital verzichtet die Stadt im Münzviertel zukünftig auf jede soziale Gestaltungsmacht im Rahmen von öffentlich gefördertem Wohnungsbau.

Deshalb fordern wir im Sinne eines intakten Gemeinwesens Münzviertel den Verkauf des Schulgeländes in Erbpacht an gemeinnützige Baugenossenschaften bzw. öffentliche Wohnungsbaugesellschaften.

Arbeitspapier l Forderungskatalog ZWEI

Stadtteilinitiative Münzviertel 20.7.14

s. weiter: http://www.muenzviertel.de/?p=1743

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