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Neubebauung ehemalige Hillgruber Grundstücke Spaldingstrasse – Stadtteilentwicklung von unten – Das Münzviertel plant selber! FSK 31. März 2021

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Münzstrasse 4. Dezember 20.21

Wir tanzen den neuen Morgen!: https://vimeo.com/498912390

Foto: Norderstraße   27. August 20.15

“Wir sagen, stark Olaf” Kundgebung: „Die Viertel denen, die drin leben! Münzplatz 7.9.2017“: https://www.muenzviertel.de/wir-sagen-stark-olaf-kundgebung-die-viertel-denen-die-drin-leben-muenzplatz-7-9-2017/

Schultzweg 2 2.Juni 2018

„MIETENmove 02.06.2018 Demo-Rede: Stadtteilinitiative Münzviertel“: https://www.muenzviertel.de/mietenmove-02-06-2018-demo-rede-stadtteilinitiative-muenzviertel/

Schultzweg 2 25.März 2021

https://www.facebook.com/hashtag/fleckofshame

KEINE PROFITE mit BODEN & MIETE!

Skandalmieten am Neuen Hühnerposten: Mikro-Apartments für EUR 45/m2 auf ehemals städtischem Grund!:

https://www.mieterverein hamburg.de/export/sites/default/.content/dokumente/Pressemitteilungen/VolksiniHuehnerposten.pdf?fbclid=IwAR0yPCfAIUR3F2hJJZX_MQ4iPCeSvl8-JmNviAOUarnqHGju53zero8FkDc

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg antwortet dem Münzviertel bei der 1. Dialogveranstaltung „Den Hauptbahnhof neu denken“ am 22.03.2021

Wir sind gespannt!

s.: weiter: „Es ist dem Münzviertel nicht mehr zuzumuten, hier noch weitere Sozialprojekte anzusiedeln“: Michael Mathe, Leiter des Fachamts Stadt- und Landschaftsplanung Bezirksamt HH-Mitte berichtet über Neuplanungen und Bauvorhaben im Münzviertel: 72. Sitzung Quartiersbeirat Münzviertel: https://www.muenzviertel.de/es-ist-dem-muenzviertel-nicht-mehr-zuzumuten-hier-noch-weitere-sozialprojekte-anzusiedeln-michael-mathe-leiter-des-fachamts-stadt-und-landschaftsplanung-bezirksamt-hh-mitte-beric/

Den Hauptbahnhof neu denken!

Sehr geehrte Ausloberin: Freie und Hansestadt Hamburg

als unmittelbarer Nachbar südlich des Hauptbahnhofs beheimatet das Münzviertel seit der Jahrhundertwende alle jene sozialen Zentraleinrichtungen, die man aus Stadtsanierungs- bzw. Gentrifizierungsgründen oberhalb der Gleise rund um den Hauptbahnhof nicht haben wollte wie „hoffnungsorte hamburg“ für wohnungslose Menschen, „Drob Inn“ für drogenabhängige Menschen und „alsterdorf assistenz ost“ für Menschen mit Assistenzbedarf.

Statt Abwehr betreiben wir seit 2013 das „Werkhaus zur Verschränkung von Pädagogik, Kunst und Quartiersarbeit“, ein niedrigschwelliges Angebot für wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Jungerwachsene bis zum Alter von 27 Jahren: www.werkhaus-muenzviertel.de/

Es überrascht uns wenig, wenn bei Ihnen unter: „3.1 Lage im Stadtraum“ zwar über den städtebaulichen Anschluss des Johanniswall (Kunstmeile) und dem Steintorplatz (St. Georg / Landschaftsachse Horner Geest) blumig geschrieben wird aber das Münzviertel unter dem Motto: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ als soziale Abstellkammer des sozialen Brennpunkts Hauptbahnhof keine Erwähnung findet.

Gegründet in den Erfahrungen unserer fast 20jährigen gemeinwesenorientierten Stadtteilaktivitäten über Ihre städtebaulichen Gestaltungsmaßnahmen (Neubebauung ehemalige Schule für Hörgeschädigte Schultzweg / Abriss des City-Hofes) fragen wir Sie mit aller Deutlichkeit nach der sozial-städtebaulichen Ausrichtung Ihrer Umgestaltung rund um den Hauptbahnhof. Wir sind gespannt.

Stadtteilinitiative Münzviertel


https://www.hbfhh.de/3-freiraumplanerisches-aufgabenfeld

2007 angemeldet – 2021 eingerichtet: Fahrradständer im Münzviertel. Es geht voran!

„… Im Quartier fehlt es zudem an Fahrradabstellplätzen. Auf Basis des Rahmenplans Münzviertel werden geeignete Standorte für Fahrradabstellanlagen definiert…“

Aktive Stadtteilentwicklung 2005 – 2008
Gebietsanmeldung des Bezirksamts Hamburg-Mitte für das
Themengebiet Münzviertel
-ENTWURF- Stand 16.11.2007

Münzplatz 10.3.21

Rosenallee 10.3.21

Repsoldstraße 10.3.21

Wir malen keine Bilder. Wir machen Stadtgestaltung „von unten“ oder: „Die Kunst ist das Erste“ Stadtteilinitiative Münzviertel

Münzviertel: ehemalige Westerstraße 2020

Wir befinden uns im Jahre 2021 n. Chr. Ganz Hamburg ist besetzt von seelenlosen Rechtecken, Quadraten, Dreiecken, glatten Beton- und Glasfassaden….

Ganz Hamburg? Nein!

Schultzweg 2015

Ein von unbeugsamen Hamburger*innen bevölkertes Dorf Münzviertel mittendrin in der Stadt hört nicht auf, den Besetzern Widerstand zu leisten. Seit 19 Jahren verteidigen und hegen die Tapferen mit beseelter Empathie und sozialer Poesie Lücken, Nischen und Unfertiges gegen die fortwährenden Angriffe selbstsüchtigerPolitikheinis, buckelnde Schreibtischpupser und hartherzige Geldfuzzis zur kaltschnäuzigen Übernahme des Dorfes.

Hey, cool! Wäre ein lässiger Einstieg mit dem kleinen Gallischen Dorf gewesen, aber die Realität duldet keine Prosa und widerspenstige Gallier schon gar nicht. Also nochmal von vorn:

Münzplatz 2020

Das Münzviertel liegt oben im westlichen Zipfel des Hamburger Stadtteil Hammerbrook. Eingekeilt zwischen breiten Verkehrs- und Bahntrassen in unmittelbarer Nachbarschaft zum sozialen Brennpunkt Hauptbahnhof und überregionaler Kunstmeile. 

Münzplatz 2004

Ohne uns vor Ort zu informieren, rückte um 2000 das Viertel mit seinen Bau- und Brachflächen als Folge des 2. Weltkriegs in den Fokus der überregionalen Stadtentwicklung. Ziel dieser war es, in den freien Lücken und Flächen für alle jene sozialen Zentraleinrichtungen Platz zu schaffen, die die Politikmächtigen der Stadt aus Stadtsanierungsgründen im oberhalb des Hauptbahnhofs gelegenen gutbürgerlichen Stadtteil St.Georg aus Stadtsanierungsgründen nicht mehr haben wollte wie „hoffnungsorte hamburg“ für wohnungslose Menschen, „Drob Inn“ für drogenabhängige Menschen und „alsterdorf assistenz ost“ für Menschen mit Assistenzbedarf. Unsere Nachbarn von heute. 

Dieses undemokratische „von oben nach unten“ Diktieren war für uns Anlass 2002 die Stadtteilinitiative Münzviertel zu gründen. Ein nachbarschaftliches Netzwerk aus Kunst- und Städtebaustudent*innen, Student*innen der Sozialpädagogik und viele Münzviertler*innen mit emanzipatorischen Ideen für ein gemeinwohlorientiertes Miteinander.

18. Straßenfest Juli 2019   Foto: Georg Kühn: https://www.muenzviertel.de/sommer-sonne-ahoi-antifa-18-muenzviertel-strassenfest-22-juni-2019/

Es war und ist bis heute unser Einspruch gegen eine intransparente Stadtgestaltung wo die Politikmächtigen als „Gott-Vater“ (wir wissen was für Euch gut ist) auftreten. Statt Abwehr gegenüber unseren neuen Nachbarn, forderten wir die Politik auf, uns bei der weiteren sozial- wie städtebaulichen Umgestaltung des Münzviertels für alle Bewohner*innen, Gewerbetreibenden und den sozialen Einrichtungen des Viertels ein partizipative Mitgestaltungsrecht einzuräumen mit dem Ziel, eine identitätsstiftende Stadtteilumgestaltung im emanzipatorischen Dialog und partizipativer Gestaltungspraxis auf den Weg zu bringen.

Viertelhaus“: Fabian Nischtkowski Münzplatz 2009 

Die inneren Kraftfelder des Gemeinwesen Münzviertel sind Kunst und Soziales. Beide Felder sind tief verankert in den Kapillaren der „Stadtteilinitiative Münzviertel“.  Dabei speist sich das Feld der Kunst aus dem gesellschaftspolitischen Widerstreit zwischen elitärer Hochkultur des L‘art pour l’art und einer Kunst, die dort hingeht, wo die Menschen mit ihren Träumen, Empfindungen und Gestaltungskräften zu Hause sind. Und das Feld des Sozialen speist sich aus der großen Anzahl großstädtischer Sozialeinrichtung innerhalb des Quartiers. Auf engstem Raum zusammengerückt bedingen beide Felder einander.

Workshop: „Wir bauen eine neue Stadt“ Münzplatz 2004

Gegen das undemokratische „von oben nach unten“ Diktat der Politikmächtigen liefen wir fortwährend Sturm. 2008 versprachen diese Besserungen und erklärten das Münzviertel im Rahmen des „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) unter dem Leitthema: „Kunst und Soziales“ zum Fördergebiet mit den Schlüsselprojekten: „Neubebauung des Grundstück ehemalige Schule für Hörgeschädigte Schultzweg 9“ und dem „WERKHAUS MÜNZVIERTEL zur Verschränkung von Pädagogik, Kunst und Quartiersarbeit“. Wir spürten Morgenluft und ein Hauch von partizipativer Mitgestaltung lag in der Luft.

Werkhaus 2018

Ende 2013 nahm das WERKHAUS MÜNZVIERTEL  mit seinem niedrigschwelligen Angebot für wohnungslose Jungerwachsene sein Betrieb auf und spiegelt seitdem unser gemeinwesenorientiertes Selbstverständnis wider, welches von solidarischem Handeln, Toleranz gegenüber Anderen und Empathie mit dem Gegenüber getragen wird: http://www.werkhaus-muenzviertel.de

Entwurf: „Soziokulturelles Zentrum“ Altes Schulgebäude Münzstraße 6   2014

Keine Erfolgsgeschichte ist hingegen die Neubebauung des ehemaligen Schulgeländes. Über viele Monate planten wir 2011 gemeinsam mit Student*innen der HafenCity Universität Hamburg (HCU) die inhaltliche und architektonische Neubebauung des Schulgeländes. Dabei skizzierten wir genossenschaftliche Wohnprojekte, öffentlich geförderte Atelierwohnungen für Kunst- und Kulturschaffende, Wohnraum für obdachlose Jugendliche sowie Menschen im Asylverfahren.

Alles für die Katz! Leider hatte der verantwortliche Fachamtsleiter für Stadt- und Landschaftsplanung HH-Mitte vergessen uns mitzuteilen, dass es bereits einen Projektentwickler für die Bebauung gab und dieser hatte kein Interesse an Wohnprojekte, Ateliers, Wohnraum für obdachlose Jugendliche usw.

Norderstraße 2017

Unser Aufschrei: 2 Jahre Kollektives Zentrum („koZe“) in den Räumen der ehemaligen Kindertagesstätte Schule für Hörgeschädigte. Ein gesellschaftspolitischer Versuch, kollektive Stadtteilpolitik „von unten“ inmitten der Freien und Hansestadt lebendige Wirklichkeit werden zulassen. Doch dieses durfte nicht sein. Die Gott-Väter waren erzürnt. Jedoch in unseren Herzen lodert das „koZe“ weiter fort.*

Städtisches Grundstück (ehemaliges Hillgruber Gelände) Spaldingstraße 2020

Aktuell befindet sich das Münzviertel wiederum im sozialen und städtebaulichen Umbruch. Im Visier der Stadt steht der Verkauf ihres letzten Grundstücks (ehemaliges Hillgruber Gelände: Spaldingstr./Schultzweg/Norderstr.) im Viertel. Kurzerhand und wieder hinter unserem Rücken erklärten die Politikmächtigen der Stadt das Grundstück zum übergeordneten Wirtschaftsförderungsfall (s. St. Paulihaus **) zur Sicherung von Arbeitsplätzen für vorrangig Hamburger Unternehmen und verweigert uns damit jegliche partizipative Mitsprache bei der Bebauung des Grundstücks. Auf der Strecke bleiben dabei wiederum genossenschaftliche Wohnprojekte, öffentlich geförderte Atelierwohnungen für Kunst- und Kulturschaffende, Wohnraum für obdachlose Jugendliche sowie Menschen im Asylverfahren.

Münzplatz 2020

Doch wir lassen uns diesmal nicht sagen, welche Ansprüche und Wünsche wir nicht haben dürfen. Wir machen die Beteiligung jetzt selbst und werden unsere Vision für das Grundstück durch gemeinsame Workshops mit unseren Quartiernachbar*innen weiter entwickeln, öffentlich diskutieren und stringent gegenüber den politischen Mandatsträger*innen der Stadt einfordern. Denn unsere Auffassung von partizipatorischen Beteiligung geht über das bloße Bemalen von Wänden hinaus. Wir machen Stadtgestaltung „von unten“.

Stadtteilinitiative Münzviertel

s. weiter: Stadtteilentwicklung von unten – Das Münzviertel plant selber!: https://www.muenzviertel.de/stadtteilentwicklung-von-unten-das-muenzviertel-plant-selber/

*https://black-mosquito.org/de/zwei-jahre-kollektives-zentrum-koze-im-munzviertel-versuch-einer-auswertung.html?fbclid=IwAR3eJbEeNoLoHhL-9Gnr5M64PTAOEzkbai5uyVrQtUGF9aSE_EeAM1NRfvc

** https://www.stpaulicodejetzt.de/?fbclid=IwAR2zicceBWGMghSf-pcK75MGeSXOR2hUnkQ_kdoy15d2k8ody3JNbtBQcqc