Staatsgefährdend: „koZe bleibt!“ Urteil gegen koZe-Aktivistin am 20.4.17

15.6.15

Sie fürchten unsere Poesie,
unser Hier und Jetzt,
unsere kollektive Solidarität.
Verneinen unsere Bilder
und erklären uns als staatsgefährdend:
„koZe bleibt!“

Am 20.4.17 sprach das Amtsgericht St.Georg sein Urteil. Angeklagt war eine koZe-Aktivistin wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte während des ersten großen Polizeieinsatzes am 27.7.15 rund um das ehemalige KITA-Gebäude Norderstraße 59 (Schule für Hörgeschädigte). Sie erhielt eine Verwarnung und eine Geldstrafe auf Bewährung, die sie nicht zahlen muss, wenn sie zwei Jahre straffrei bleibt (1). Das Strafprozessverfahren gilt als Muster für vier weitere Verfahren zum gleichen Tatbestand.

Im Laufe des Verfahrens wurde ich als Vertreter von KuNaGe e.V. zum Mietvertrag der 70 qm großen Räume (TanteMünze, Radküche) in der KITA im Juli 16 vom LKA und während der Gerichtsverhandlung am 27.1.17 als Zeuge befragt. Im Mittelpunkt der Befragungen stand neben der Frage nach dem Nutzungsrecht für das Außengelände der KITA die Frage, wann und in welcher Form der Verein „KuNaGe e.V.“ über den bevorstehenden Beginn der Asbestarbeiten in den angrenzenden Schulgebäuden vom Vermieter LIG informiert wurde.

Dabei stellte sich heraus, dass KuNaGe e.V. bewusst vom Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG / Finanzbehörde) in Absprache mit der Polizei (Einsatzleitung Polizeidirektor Hartmut Dudde) über den Beginn der Arbeiten zu spät und zeitlich irreführend informiert wurde (2). Als Weiteres wurde vor dem Gericht geklärt, dass der Polizeieinsatz ohne Rechtsgrund stattfand, da es für den Einsatz weder einen rechtlichen Räumungstitel noch ein förmliches Amtshilfegesuch gab, wie dies Herr Dudde im Zeugenstand bekundete. Wer schließendlich für den gesetzwidrigen Polizeieinsatz verantwortlich war bzw. ist, blieb vor Gericht im Dunkeln, da der Justiziar des LIG Daniel Singh bei der Beantwortung dieser Frage auf sein Aussageverweigerungsrecht verwies.

27.7.15

Zwar überrascht uns im Viertel die gezielte Falschmeldung über den Beginn der Asbestarbeiten wenig. Zumal wir bereits nach dem ersten und zweiten Polizeieinsatz Ende August 2015 öffentlich den Verdacht äußerten, dass die massiven Polizeieinsätze unter dem Schlachtruf: „Keine zweite Flora“, gemeinsam angeheizt von CDU (Antrag Bürgerschaftsfraktion Joachim Lenders, Dennis Gladiator 9.6.15)) und Hamburger Abendblatt (9.6.15) (3), sowie die strikte Gesprächsverweigerung von SPD und Grünen mit uns gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, ausschließlich einem politischen Schlagabtausch zwischen den Parteieliten von SPD und Grünen (untereinander) einerseits und der CDU andererseits dienten.

Aber dass die Falschmeldung nur die oberste Spitze eines von der Polizei im Verbund mit dem LIG generalstabmäßig durchgeführtes Antwortgeben des Senats auf unsere Fragen nach einer partizipativen Stadtentwicklung „auf gleicher Augenhöhe“ war, überrascht dann doch über alle Maßen und entlarvt das massive Polizeiaufgebot am 27.7.15 von zwei Hundertschaften samt Wasserwerfer, Räumfahrzeuge, Reiterstaffel einschließlich eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) als öffentlichkeitswirksame Inszenierung von staatlicher Machtarroganz (4).

 27.7.15   Quelle: dpa

Als strategisch platzierter Überraschungseffekt kennzeichnete der Vertreter des LIG Jens Lorenzen am 9.2.17 vor Gericht den überfallartigen Polizeieinsatz am frühen Morgen um 5.45, um möglichst die Anwesenheit von weiteren Unterstützer*innen für das Kollektive Zentrum auf dem Gelände rund um das KITA-Gebäude zu verhindern. Grund dafür seien Schilder auf dem Gelände gewesen mit der Aufschrift „koZe bleibt“. Diese wiederum brandmarkte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer zur Verurteilung der koZe-Aktivistin als staatsgefährdend und begründete damit den gesetzwidrigen Polizeieinsatz am 27.7.16.

7.8.15

Ob die koZe-Aktivistin Einspruch gegen das Urteil erhebt, entscheidet sich nach dem Erhalt der schriftlichen Urteilsbegründung.

Günter Westphal 28.5.17

(1)Widerstand an der Untergrenze“ taz v. 21.4.17:
http://www.taz.de/Urteil-gegen-Koze-AktivistInnen/!5399194/

(2)  Re_ 2014-08-011-Si – SoV – Mietvertrag Norderstraße 65

(3) „Polizei warnt: In Hamburg entsteht eine neue Rote Flora“
Hamburger Abendblatt v. 9.6.15 s.: Angst 2. Flora

(4) „Sie fürchten unsere Poesie“ http://www.muenzviertel.de/blog/?p=2953 

siehe weiter: „Intransparenz, Verschleppen, Weglassen, Lügen: „Neubebauungen: Grundstück ehemalige Schule für Hörgeschädigte“ Schlüsselprojekt: „Fördergebiet Münzviertel (RISE)“ Ein chronologischer Aufriss: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=4131

Die Wünsche fingen an, Wirklichkeit zu werden / Münzplatz 27.4.2017

Münzplatz 27.4.17:  IMG_5540

Die kapitalisierte Zeit stand still.
Ohne Züge, ohne Métros, ohne Autos, ohne
Arbeit holten die Streikenden die Zeit
nach, die sie auf so triste Weise in den
Fabriken, auf den Strassen, vor dem
Fernseher verloren hatten. Man bummelte
herum, man träumte, man lernte zu leben.

Die Wünsche fingen an, Wirklichkeit zu
werden. Zum ersten Mal gab es wirklich
eine Jugend.

René Viénet „Wütende und Situationisten in der Bewegung der Besetzungen“ Paris Mai 68

Bündnis Stadtherz / Erklärung: Wir verstehen nur Bahnhof! Für eine soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof in einer Stadt für alle.

Abbau Winternotprogramm / Münzstraße 10.4.17Schlafen / Klosterwall 10.4.17„Sozio-Kulturelles-Zentrum“: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3523

http://www.buendnisstadtherz.orghttps:/
www.facebook.com/BuendnisStadtherz/
info@buendnisstadtherz.org

s.weiter: Volles Haus: Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof / 24.1.17 / Wir machen weiter!http://www.muenzviertel.de/blog/?p=4009

Einladung: „dazwischen grätschen“: Stadtteiltreffen 30.3.17 Werkhaus Münzviertel Rosenallee 11 19.00 Uhr

Münzstraße 29.3.17

Hallo liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

seit vier Wochen warten wir auf einen gemeinsamen Termin mit Bürgerschafts- und Bezirksabgeordnet*innen von SPD und GRÜNE beim Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte. Thema: „Sozio-Kulturelles-Zentrum“ im alten Schulgebäude Münzstr. 6-8 sowie Räume für TanteMünze und Radküche nach Abriss der KITA Norderstr. 65.

koZe 24.3.16 / 13.5.16

Der Termin wurde vor sechs Wochen bei einem Treffen am gleichen Ort, gleiches Thema, gleiche Teilnehmer*innen als Nachfolgetermin vereinbart.

Aus politischer Erfahrung – „Fördergebiet Münzviertel“ (RISE) – sind wir gebrannte Kinder, denn aus vier Wochen Wartezeit können seitens der Politik schnell acht, sechzehn oder mehr werden. Und wenn wir nicht entschlossen und soldarisch dazwischen grätschen verflüchtigt sich ein solcher gemeinsam mit der Politik vereinbarte Termin samt seinen Absprachen und Vereinbarungen ins unverbindliche Nichts. Fakten schaffen dann die anderen: Das Kapital* und seine Steigbügelhalter*innen in Politik und Administration.

„Schiffe versenken“ spielten wir als Kinder. „Termine versenken / Nebelkerzen werfen“ heißt heute aktuell das bitterernste Spiel.

Wir freuen uns auf euer Dabeisein und eure Solidarität

am Donnerstag, den 30.3.17 um 19.00 Uhr
Werkhaus Münzviertel Rosenallee 11

Tops:

Räume für TanteMünze und Radküche /
„Sozio-Kulturelles-Zentrum“ altes Schulgebäude Münzstr. 6 – 8 /
Soziales Bündnis rund um den Hauptbahnhof /
G-20 /

Mit nachbarschaftlichen Grüßen
eure Stadtteilinitiative Münzviertel

* „Stadtplanung von Unten“ oder Gelddruckmachine für profitgierige Investoren“: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=1440

s. weiter: „Intransparenz, Verschleppen, Weglassen, Lügen: „Neubebauungen: Grundstück ehemalige Schule für Hörgeschädigte“ Schlüsselprojekt: „Fördergebiet Münzviertel (RISE)“ Ein chronologischer Aufriss“: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=4131

„Anleitung für eine Revolution“

Münzplatz 10. März 2017

157:
Schreibe im Gefängnis Gedichte statt Prosa. Gedichte lassen sich leicht auswendig lernen oder verschlüsseln. Man kann sie aufs Knie oder die Hüfte schreiben. Prosa nimmt viel Platz ein, deshalb wird sie dir beim Filzen abgenommen.

Nadja Tolokonnikowa „Anleitung für eine Revolution“ 2016

 

 

Intransparenz, Verschleppen, Weglassen, Lügen: „Neubebauungen: Grundstück ehemalige Schule für Hörgeschädigte“ Schlüsselprojekt: „Fördergebiet Münzviertel (RISE)“ Ein chronologischer Aufriss

5.2.2015

Intransparenz:

„… Die Kaufverträge wurden durch den LIG und den Ideengeber (Ideenträgerverfahren) ausverhandelt und am 29.12.2014 beurkundet. Das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung hat davon am 19.12.2014 Kenntnis erlangt. Sowohl eine Mitteilungspflicht gegenüber dem Quartier als auch eine Veröffentlichungspflicht im Transparenzboard bestehen seitens des LIG nicht. …“

unsere Stellungnahme:

„…. Die Stellungnahme des Fachamtes SL bekundet aus Sicht des Quartiersbeirats die völlige Ohnmacht des politischen Gremiums Bezirksversammlung Hamburg-Mitte gegenüber den intransparenten Handlungsweisen der LIG bezüglich des Verkaufs des städtischen Schulgeländes an die HBK. Eine solche Handlungsweise stellt sich aus Sicht des Quartierbeirats entschieden quer zu den Leitzielen des Rahmenprogramms integrierte Stadtteilentwicklung: „Fördergebiet Münzviertel RISE)“ ….“

aus: „Einladung: Quartiersbeiratsitzung 16.3.2015 / 19.00 Uhr / „Treffpunkt Münzburg“ Münzweg 8 / Top: „Sozio-Kulturelles-Zentrum“ im alten Schulgebäude Schultzweg 9“:  http://www.muenzviertel.de/blog/?p=2507

„…. 1. die Nichtbeachtung der Ergebnisse der städtebaulichen Entwürfe seitens der Finanzbehörde degradiert die Betroffenen vor Ort mit ihrem Wissen und Alltagspraxis von einem lebendigen Gemeinwesen zum bloßen Befehlsempfänger und stellt sich damit quer zum „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“.

aus: „Voll doof: Verkauf des städtischen Grundstücks „ehemalige Schule für Hörgeschädigte“ Schultzweg 9 an das private Finanzkapital“:
http://www.muenzviertel.de/blog/?p=1764

„… Bitter getäuscht von den politischen Entscheidern dieser Stadt mussten wir im Spätsommer 2013 feststellen, dass ohne vorige Information hinter unserem Rücken die Kommission für Bodenordnung (KfB) bereits im Frühjahr 2013 die Anhandgabe des städtischen Grundstücks an die Hanseatische BauKonzept GmbH & Co KG Immobiliengesellschaft (HBK) vollzogen hatte ohne Rücksicht auf die von uns 2011über mehrere Monate hinweg mit Hilfe eines studentischen Entwurfswettbewerb: „Testprägung Münzviertel“ (HCU) erarbeiteten Eckdaten eines endogen aus dem Quartier heraus entwickeltes Bebauungskonzept für das Schulgelände.“

aus: „2 x gelinkt. Es reicht: Sozio-Kulturelles-Zentrum in das alte Schulgebäude Schultzweg 9″ (s.PDFPresse-222-x-gelinkt22)

9.4.2015

Verschleppen:

„… Das Fachamt SL schlägt daher vor, vor Abgabe eines Votums zur Beiratsempfehlung zunächst zu einem gemeinsamen Gespräch in das Fachamt SL den Investor HBK, den LIG, den Quartierverein KuNaGe e.V. und die Fraktionen einzuladen, um die Situation zu erörtern und das weitere Vorgehen zu besprechen. ….“

unsere Stellungnahme:

Dieses vom Fachamt SL vorgeschlagene Gespräch zwischen HBK, LIG,
KuNaGe e.V. und politischen Fraktionen hat es trotz unseres mehrfachen Nachfragen bis zum heutigen Datum nie gegeben.

1.12.16

Weglassen:

„…. In der Drs. 21-0951 ist das Thema Rückkauf des Grundstücks „altes Schulgebäude“ bereits diskutiert worden. Ein Beschluss ist jedoch mit der Auflage, vorher Gespräche mit dem Investor, dem LIG, dem Quartiersverein KuNaGe e.V., den Fraktionen und dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung zu führen, vertagt worden.“

unsere Stellungnahme:

Warum vertagt? Diese Antwort bleibt das Fachamt SL bis zum heutigen Datum schuldig.

„… Zwischenzeitlich hat es zwei Gespräche unter Federführung des Bezirksamtsleiters gegeben. Ziel war es, hier Kompromisse zwischen den Belangen des Quartiers und des Investors auszuloten. Es konnte die Sicherung des Untergeschosses für sozio-kulturelle Nutzungen für einen symbolischen Kaltmietpreis von 2,- €/m2 erreicht werden.“

unsere Stellungnahme:

Beide Gespräche fanden bereits am 5.4.16 und 22.6.16 statt. Über die Sicherung des Untergeschosses für sozio-kulturelle Nutzungen für einen symbolischen Kaltmietpreis von 2,- €/m2 ist uns bis zum heutigen Datum offiziell nichts bekannt. Siehe hierzu auch:

Lügen:

„2. … Auch ein entsprechender Vereinbarungsentwurf vom 26. April 2016, Flächen für stadtteilbezogene Nutzungen („Tante Münze“ und Fahrradwerkstatt) zur Verfügung zu stellen, wurde bisher nicht unterzeichnet. Im zuständigen Bezirksamt hat es zuletzt zwei Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Quartiersbeirates und Initiativen aus dem Münzviertel gegeben.“

aus: „Antwort des Senats auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Heike Sudmann und Christiane Schneider (DIE LINKE)“ vom 11.10.16 – Drucksache 21/6313 – :

Kein Bebauungsplan, keine partizipatorische Beteiligung der Bewohner_innen bei der Entwicklung des ehemaligen Schulgeländes am Schultzweg im RISE-Fördergebiet Münzviertel“ (s. PDF:161019 Antwort skA Bebauunsplan etc. Schultzweg 21-06313)

unsere Stellungnahme:

„2. …. Erst am 22.6.16 fand das angekündigte Gespräch statt. Auch hier wurde uns kein Vereinbarungsentwurf vorgelegt. Ein durch Herrn Droßmann am 1.7.16 telefonisch angekündigtes Nachfolgegespräch hat trotz des von uns mehrmaligen Nachfragen bis zum heutigen Datum nicht stattgefunden.“

aus: Unsere Vorlage zur Quartiersbeiratssitzung v. 10.11.16: „Wir sind empört, verärgert, überrascht sind wir nicht: der Senat lügt“: (s. PDF: Wir sind empört )

Stadtteilinitiative Münzviertel 12.2.17

s. weiter: „Wenn nicht jetzt, wann dann? Sozio-Kulturelles-Zentrum in das alte Schulgebäude Münzstr. 6-8“http://www.muenzviertel.de/blog/?p=4043

Einladung: „Wenn nicht jetzt, wann dann? Sozio-Kulturelles-Zentrum in das alte Schulgebäude Münzstr. 6-8“: Stadtteiltreffen 13.2.17 Werkhaus Münzviertel Rosenallee 11 19:00 Uhr

Münzstraße 8.2.17Münzstraße 9.2.17

Hallo liebe Münzviertlerinnen und Münzviertler,

hiermit möchten wir euch zu unserem nächsten Stadtteiltreffen einladen:

Montag, den 13 Februar 2017 um 19.00 Uhr
Werkhaus Münzviertel Rosenallee 11

Tops:

1. „Sozio-Kulturelles-Zentrum“ im alten Schulgebäude Münzstraße 6-8?
s. hierzu: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=4009
2. Räume zur Zwischennutzung für TanteMünze und Radküche
14.2.17 Abstimmungsstreffen beim Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte
3. Bündnis soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof
    Donnerstag, 23. Februar um 18.30 Uhr,
    HafenCity Universität, Überseeallee 16, 20457 Hamburg
s. hierzu: https://www.facebook.com/events/650524088406015/
4. Straßenfest 2017

Mit nachbarschaftlichen Grüßen
eure Stadtteilinitiative Münzviertel

s. weiter: „Volles Haus: Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof / 24.1.17 / Wir machen weiter!“: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=4009

 

Volles Haus: Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof / 24.1.17 / Wir machen weiter!

Herz As 19:2520:1120:12 21:56 21:57 s. weiter: Unser Entwurf:  http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3523

Wir machen weiter!: 
„Widerstand gegen die Neubauten

Wie berichtet, sollen die City-Hochhäuser, die noch bis 2018 Sitz des Bezirksamts Mitte sind, abgerissen werden. Auf dem Grundstück gegenüber vom Hauptbahnhof soll ein neues Quartier, bestehend aus Büros, Wohnungen, Einzelhandel, Hotel, Gastronomie sowie Kunst und Kultur, werden. Die Fertigstellung ist 2021 geplant.

Im Viertel formiert sich mittlerweile Widerstand gegen die Neubauten, die nach Meinung vieler Anwohner in St. Georg und im Münzviertel einen erheblichen Aufwertungsdruck zur Folge haben und einkommensschwache Menschen aus dem Viertel drängen werden. Der City-Hof e.V, der sich für den Erhalt der denkmalgeschützten Häuser einsetzt, und weitere sechs Initiativen (Einwohnerverein St. Georg, Stadtteil­in­itiative Münzviertel, Gängeviertel e. V. sowie AStA HafenCity Universität, Berufsverband bildender Künstlerinnen und Künstler Hamburg und Netzwerk Recht auf Stadt) haben am Dienstag zu einer konstituierenden Sitzung eingeladen, um den Protest zu bündeln und zu organisieren.

Gut 120 Anwohner und Aktivisten kamen. „Der Drops ist noch nicht gelutscht“, hieß es übereinstimmend. Die Neubaupläne für die City-Hochhäuser seien Symbol einer Stadtplanung, die einseitig Investoreninteressen bediene und selbst zentralste Bereiche der Stadt für Leute mit Geld reserviere. „Gemessen an der Gegend um den Hauptbahnhof wohnen wir in einer Randlage“, hieß es vonseiten des Gängeviertel eV. Das Bahnhofsviertel aber müsste allen offen stehen.

„Ort der Teilhabe“

Die Mitte der Stadtgesellschaft müsse ein „Ort der Teilhabe“ sein. Am Hauptbahnhof seien mehr öffentliche Räume nötig, nicht mehr Privatheit. Der Senat dürfe nicht noch seine letzten Grundstücke verkaufen und sich damit aller Möglichkeiten der Einflussnahme auf Mietpreisentwicklungen berauben. Michael Joho vom Einwohnerverein St. Georg forderte ein „Bündnis für Soziale Stadtentwicklung“. Die City-Höfe müssten die Esso-Hochhäuser des Bahnhofsviertels werden. Stephan Karrenbauer von „Hinz & Kunzt“ forderte, die City-Hochhäuser zum „sozialen Leuchtturmprojekt Hamburgs“ zu machen. Auch damit könne eine Stadt sich überregional profilieren.

Der Mieterverein zu Hamburg verwies auf Wien, das kommunalen Wohnungsbau im großen Stil betreibe und damit die Mieten niedrig halte. Auch Hamburg sollte seine Immobilien selbst entwickeln und könne dies auch bezahlen. Das sei eine Frage des Wollens. „Man muss es nur machen.“*

*aus: *“Hamburger Abendblatt“, 26.1.2017:

City-Hochhäuser : Aus für Daniel Libeskind
Der Entwurf des New Yorker Stararchitekten kann die Jury nicht überzeugen –
Der Protest gegen Neubau formiert sich /  Ulrich Gaßdorf und Axel Ritscher
https://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/article209400675/City-Hochhaeuser-Aus-fuer-Daniel-Libeskind.htmlCity-Hochhäuser

s. weiter: Einladung: Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof 24.1.17:   http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3981

 

Erinnerung: Auftaktveranstaltung für eine soziale Stadtplanung rund um den Hauptbahnhof am 24.1.17 um 19.00 Uhr im „Herz As“ Norderstraße 50

Einladungsplakat zum 1. Quartierstreffen der Stadtteilinitiative Nov. 2002

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

diente das Münzviertel seit Jahrzehnten als Hinterhof für all die sozialen Zentraleinrichtungen, die man an anderen Orten der Stadt nicht haben will und möchte , wie „hoffnungsorte hamburg“ für obdachlose Menschen, „Drob Inn“ für drogenabhängige Menschen, „alsterdorf assistenz ost“ für Menschen mit Assistenzbedarf und seit 2011 das jährliche Winternotprogramm, so rücken jetzt die ehemaligen Nischen- und Brachflächen in und um das Viertel herum in den renditesüchtigen Fokus des Immobilienmarktes.

Fast im Stundentakt werden hier jetzt Hotels und Studentenwohnheime grobklotzig mitten hinein in das Münzviertel gepresst. Es herrscht Goldgräberstimmung bei den Süchtigen

Schulgelände Schultzweg / Norderstraße / Münzstraße,, September 2015

Auf der Stecke bleibt dabei nicht nur die Abendsonne, sondern auf dem Spiel steht unser seit fast 15 Jahren endogen gewachsenes Selbstverständnis eines nachbarschaftlichen Miteinander, welches geprägt ist durch Empathie für den Anderen, Toleranz und Solidarität mit den anderen. Es wird kalt und leer im Münzviertel.

Es wird kalt und leer im Münzviertel: Neuer Hühnerposten / The new Hamburg living September 2016: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3632

Doch wir halten weiterhin dagegen und laden euch am 24.1.17 um 19.00 Uhr ins „Herz As“: http://www.herzashamburg.de ein, um gemeinsam mit weiteren sozialen und kulturellen Anrainern rund um den sozialen Brennpunkt Hamburger Hauptbahnhof ein Bündnis gegen den Ausverkauf von städtischen Grundstücken vor Ort des Hauptbahnhofes auf den Weg zu bringen. Im Mittelpunkt dieses Bündnis steht aktuell u.E. neben der Erhaltung der City-Hochhäuser: http://www.city-hof.org der Verkauf

Altes Schulgebäude März 2015

des alten Schulgebäudes ehemaliges Grundstück der Schule für Hörgeschädigte Münzstr. 6 in Erbpacht an den Quartierträgerverein: Kunstlabor naher Gegenden (KuNaGe) e.V. bzw. an eine noch zu gründenden gemeinnützigen Münzviertel Genossenschaft zur Einrichtung eines Sozio-Kulturellen-Zentrums:

„Wir können es besser! Unser Entwurf: Neubebauung ehemaliges Grundstück Schule für Hörgeschädigte Schultzweg 9 einschließlich: „Sozio-Kulturelles-Zentrum“ im alten Schulgebäude“: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3523

Wir freuen uns auf euer Dabeisein
Stadtteilinitiative Münzviertel

siehe hierzu weiter:

http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3962