„Anleitung für eine Revolution“

Münzplatz 10. März 2017

157:
Schreibe im Gefängnis Gedichte statt Prosa. Gedichte lassen sich leicht auswendig lernen oder verschlüsseln. Man kann sie aufs Knie oder die Hüfte schreiben. Prosa nimmt viel Platz ein, deshalb wird sie dir beim Filzen abgenommen.

Nadja Tolokonnikowa „Anleitung für eine Revolution“ 2016

 

 

Intransparenz, Verschleppen, Weglassen, Lügen: „Neubebauungen: Grundstück ehemalige Schule für Hörgeschädigte“ Schlüsselprojekt: „Fördergebiet Münzviertel (RISE)“ Ein chronologischer Aufriss

5.2.2015

Intransparenz:

„… Die Kaufverträge wurden durch den LIG und den Ideengeber (Ideenträgerverfahren) ausverhandelt und am 29.12.2014 beurkundet. Das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung hat davon am 19.12.2014 Kenntnis erlangt. Sowohl eine Mitteilungspflicht gegenüber dem Quartier als auch eine Veröffentlichungspflicht im Transparenzboard bestehen seitens des LIG nicht. …“

unsere Stellungnahme:

„…. Die Stellungnahme des Fachamtes SL bekundet aus Sicht des Quartiersbeirats die völlige Ohnmacht des politischen Gremiums Bezirksversammlung Hamburg-Mitte gegenüber den intransparenten Handlungsweisen der LIG bezüglich des Verkaufs des städtischen Schulgeländes an die HBK. Eine solche Handlungsweise stellt sich aus Sicht des Quartierbeirats entschieden quer zu den Leitzielen des Rahmenprogramms integrierte Stadtteilentwicklung: „Fördergebiet Münzviertel RISE)“ ….“

aus: „Einladung: Quartiersbeiratsitzung 16.3.2015 / 19.00 Uhr / „Treffpunkt Münzburg“ Münzweg 8 / Top: „Sozio-Kulturelles-Zentrum“ im alten Schulgebäude Schultzweg 9“:  http://www.muenzviertel.de/blog/?p=2507

„…. 1. die Nichtbeachtung der Ergebnisse der städtebaulichen Entwürfe seitens der Finanzbehörde degradiert die Betroffenen vor Ort mit ihrem Wissen und Alltagspraxis von einem lebendigen Gemeinwesen zum bloßen Befehlsempfänger und stellt sich damit quer zum „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“.

aus: „Voll doof: Verkauf des städtischen Grundstücks „ehemalige Schule für Hörgeschädigte“ Schultzweg 9 an das private Finanzkapital“:
http://www.muenzviertel.de/blog/?p=1764

„… Bitter getäuscht von den politischen Entscheidern dieser Stadt mussten wir im Spätsommer 2013 feststellen, dass ohne vorige Information hinter unserem Rücken die Kommission für Bodenordnung (KfB) bereits im Frühjahr 2013 die Anhandgabe des städtischen Grundstücks an die Hanseatische BauKonzept GmbH & Co KG Immobiliengesellschaft (HBK) vollzogen hatte ohne Rücksicht auf die von uns 2011über mehrere Monate hinweg mit Hilfe eines studentischen Entwurfswettbewerb: „Testprägung Münzviertel“ (HCU) erarbeiteten Eckdaten eines endogen aus dem Quartier heraus entwickeltes Bebauungskonzept für das Schulgelände.“

aus: „2 x gelinkt. Es reicht: Sozio-Kulturelles-Zentrum in das alte Schulgebäude Schultzweg 9″ (s.PDFPresse-222-x-gelinkt22)

9.4.2015

Verschleppen:

„… Das Fachamt SL schlägt daher vor, vor Abgabe eines Votums zur Beiratsempfehlung zunächst zu einem gemeinsamen Gespräch in das Fachamt SL den Investor HBK, den LIG, den Quartierverein KuNaGe e.V. und die Fraktionen einzuladen, um die Situation zu erörtern und das weitere Vorgehen zu besprechen. ….“

unsere Stellungnahme:

Dieses vom Fachamt SL vorgeschlagene Gespräch zwischen HBK, LIG,
KuNaGe e.V. und politischen Fraktionen hat es trotz unseres mehrfachen Nachfragen bis zum heutigen Datum nie gegeben.

1.12.16

Weglassen:

„…. In der Drs. 21-0951 ist das Thema Rückkauf des Grundstücks „altes Schulgebäude“ bereits diskutiert worden. Ein Beschluss ist jedoch mit der Auflage, vorher Gespräche mit dem Investor, dem LIG, dem Quartiersverein KuNaGe e.V., den Fraktionen und dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung zu führen, vertagt worden.“

unsere Stellungnahme:

Warum vertagt? Diese Antwort bleibt das Fachamt SL bis zum heutigen Datum schuldig.

„… Zwischenzeitlich hat es zwei Gespräche unter Federführung des Bezirksamtsleiters gegeben. Ziel war es, hier Kompromisse zwischen den Belangen des Quartiers und des Investors auszuloten. Es konnte die Sicherung des Untergeschosses für sozio-kulturelle Nutzungen für einen symbolischen Kaltmietpreis von 2,- €/m2 erreicht werden.“

unsere Stellungnahme:

Beide Gespräche fanden bereits am 5.4.16 und 22.6.16 statt. Über die Sicherung des Untergeschosses für sozio-kulturelle Nutzungen für einen symbolischen Kaltmietpreis von 2,- €/m2 ist uns bis zum heutigen Datum offiziell nichts bekannt. Siehe hierzu auch:

Lügen:

„2. … Auch ein entsprechender Vereinbarungsentwurf vom 26. April 2016, Flächen für stadtteilbezogene Nutzungen („Tante Münze“ und Fahrradwerkstatt) zur Verfügung zu stellen, wurde bisher nicht unterzeichnet. Im zuständigen Bezirksamt hat es zuletzt zwei Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Quartiersbeirates und Initiativen aus dem Münzviertel gegeben.“

aus: „Antwort des Senats auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Heike Sudmann und Christiane Schneider (DIE LINKE)“ vom 11.10.16 – Drucksache 21/6313 – :

Kein Bebauungsplan, keine partizipatorische Beteiligung der Bewohner_innen bei der Entwicklung des ehemaligen Schulgeländes am Schultzweg im RISE-Fördergebiet Münzviertel“ (s. PDF:161019 Antwort skA Bebauunsplan etc. Schultzweg 21-06313)

unsere Stellungnahme:

„2. …. Erst am 22.6.16 fand das angekündigte Gespräch statt. Auch hier wurde uns kein Vereinbarungsentwurf vorgelegt. Ein durch Herrn Droßmann am 1.7.16 telefonisch angekündigtes Nachfolgegespräch hat trotz des von uns mehrmaligen Nachfragen bis zum heutigen Datum nicht stattgefunden.“

aus: Unsere Vorlage zur Quartiersbeiratssitzung v. 10.11.16: „Wir sind empört, verärgert, überrascht sind wir nicht: der Senat lügt“: (s. PDF: Wir sind empört )

Stadtteilinitiative Münzviertel 12.2.17

s. weiter: „Wenn nicht jetzt, wann dann? Sozio-Kulturelles-Zentrum in das alte Schulgebäude Münzstr. 6-8“http://www.muenzviertel.de/blog/?p=4043

Einladung: „Wenn nicht jetzt, wann dann? Sozio-Kulturelles-Zentrum in das alte Schulgebäude Münzstr. 6-8“: Stadtteiltreffen 13.2.17 Werkhaus Münzviertel Rosenallee 11 19:00 Uhr

Münzstraße 8.2.17Münzstraße 9.2.17

Hallo liebe Münzviertlerinnen und Münzviertler,

hiermit möchten wir euch zu unserem nächsten Stadtteiltreffen einladen:

Montag, den 13 Februar 2017 um 19.00 Uhr
Werkhaus Münzviertel Rosenallee 11

Tops:

1. „Sozio-Kulturelles-Zentrum“ im alten Schulgebäude Münzstraße 6-8?
s. hierzu: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=4009
2. Räume zur Zwischennutzung für TanteMünze und Radküche
14.2.17 Abstimmungsstreffen beim Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte
3. Bündnis soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof
    Donnerstag, 23. Februar um 18.30 Uhr,
    HafenCity Universität, Überseeallee 16, 20457 Hamburg
s. hierzu: https://www.facebook.com/events/650524088406015/
4. Straßenfest 2017

Mit nachbarschaftlichen Grüßen
eure Stadtteilinitiative Münzviertel

s. weiter: „Volles Haus: Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof / 24.1.17 / Wir machen weiter!“: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=4009

 

Volles Haus: Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof / 24.1.17 / Wir machen weiter!

Herz As 19:2520:1120:12 21:56 21:57 s. weiter: Unser Entwurf:  http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3523

Wir machen weiter!: 
„Widerstand gegen die Neubauten

Wie berichtet, sollen die City-Hochhäuser, die noch bis 2018 Sitz des Bezirksamts Mitte sind, abgerissen werden. Auf dem Grundstück gegenüber vom Hauptbahnhof soll ein neues Quartier, bestehend aus Büros, Wohnungen, Einzelhandel, Hotel, Gastronomie sowie Kunst und Kultur, werden. Die Fertigstellung ist 2021 geplant.

Im Viertel formiert sich mittlerweile Widerstand gegen die Neubauten, die nach Meinung vieler Anwohner in St. Georg und im Münzviertel einen erheblichen Aufwertungsdruck zur Folge haben und einkommensschwache Menschen aus dem Viertel drängen werden. Der City-Hof e.V, der sich für den Erhalt der denkmalgeschützten Häuser einsetzt, und weitere sechs Initiativen (Einwohnerverein St. Georg, Stadtteil­in­itiative Münzviertel, Gängeviertel e. V. sowie AStA HafenCity Universität, Berufsverband bildender Künstlerinnen und Künstler Hamburg und Netzwerk Recht auf Stadt) haben am Dienstag zu einer konstituierenden Sitzung eingeladen, um den Protest zu bündeln und zu organisieren.

Gut 120 Anwohner und Aktivisten kamen. „Der Drops ist noch nicht gelutscht“, hieß es übereinstimmend. Die Neubaupläne für die City-Hochhäuser seien Symbol einer Stadtplanung, die einseitig Investoreninteressen bediene und selbst zentralste Bereiche der Stadt für Leute mit Geld reserviere. „Gemessen an der Gegend um den Hauptbahnhof wohnen wir in einer Randlage“, hieß es vonseiten des Gängeviertel eV. Das Bahnhofsviertel aber müsste allen offen stehen.

„Ort der Teilhabe“

Die Mitte der Stadtgesellschaft müsse ein „Ort der Teilhabe“ sein. Am Hauptbahnhof seien mehr öffentliche Räume nötig, nicht mehr Privatheit. Der Senat dürfe nicht noch seine letzten Grundstücke verkaufen und sich damit aller Möglichkeiten der Einflussnahme auf Mietpreisentwicklungen berauben. Michael Joho vom Einwohnerverein St. Georg forderte ein „Bündnis für Soziale Stadtentwicklung“. Die City-Höfe müssten die Esso-Hochhäuser des Bahnhofsviertels werden. Stephan Karrenbauer von „Hinz & Kunzt“ forderte, die City-Hochhäuser zum „sozialen Leuchtturmprojekt Hamburgs“ zu machen. Auch damit könne eine Stadt sich überregional profilieren.

Der Mieterverein zu Hamburg verwies auf Wien, das kommunalen Wohnungsbau im großen Stil betreibe und damit die Mieten niedrig halte. Auch Hamburg sollte seine Immobilien selbst entwickeln und könne dies auch bezahlen. Das sei eine Frage des Wollens. „Man muss es nur machen.“*

*aus: *“Hamburger Abendblatt“, 26.1.2017:

City-Hochhäuser : Aus für Daniel Libeskind
Der Entwurf des New Yorker Stararchitekten kann die Jury nicht überzeugen –
Der Protest gegen Neubau formiert sich /  Ulrich Gaßdorf und Axel Ritscher
https://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/article209400675/City-Hochhaeuser-Aus-fuer-Daniel-Libeskind.htmlCity-Hochhäuser

s. weiter: Einladung: Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof 24.1.17:   http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3981

 

Erinnerung: Auftaktveranstaltung für eine soziale Stadtplanung rund um den Hauptbahnhof am 24.1.17 um 19.00 Uhr im „Herz As“ Norderstraße 50

Einladungsplakat zum 1. Quartierstreffen der Stadtteilinitiative Nov. 2002

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

diente das Münzviertel seit Jahrzehnten als Hinterhof für all die sozialen Zentraleinrichtungen, die man an anderen Orten der Stadt nicht haben will und möchte , wie „hoffnungsorte hamburg“ für obdachlose Menschen, „Drob Inn“ für drogenabhängige Menschen, „alsterdorf assistenz ost“ für Menschen mit Assistenzbedarf und seit 2011 das jährliche Winternotprogramm, so rücken jetzt die ehemaligen Nischen- und Brachflächen in und um das Viertel herum in den renditesüchtigen Fokus des Immobilienmarktes.

Fast im Stundentakt werden hier jetzt Hotels und Studentenwohnheime grobklotzig mitten hinein in das Münzviertel gepresst. Es herrscht Goldgräberstimmung bei den Süchtigen

Schulgelände Schultzweg / Norderstraße / Münzstraße,, September 2015

Auf der Stecke bleibt dabei nicht nur die Abendsonne, sondern auf dem Spiel steht unser seit fast 15 Jahren endogen gewachsenes Selbstverständnis eines nachbarschaftlichen Miteinander, welches geprägt ist durch Empathie für den Anderen, Toleranz und Solidarität mit den anderen. Es wird kalt und leer im Münzviertel.

Es wird kalt und leer im Münzviertel: Neuer Hühnerposten / The new Hamburg living September 2016: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3632

Doch wir halten weiterhin dagegen und laden euch am 24.1.17 um 19.00 Uhr ins „Herz As“: http://www.herzashamburg.de ein, um gemeinsam mit weiteren sozialen und kulturellen Anrainern rund um den sozialen Brennpunkt Hamburger Hauptbahnhof ein Bündnis gegen den Ausverkauf von städtischen Grundstücken vor Ort des Hauptbahnhofes auf den Weg zu bringen. Im Mittelpunkt dieses Bündnis steht aktuell u.E. neben der Erhaltung der City-Hochhäuser: http://www.city-hof.org der Verkauf

Altes Schulgebäude März 2015

des alten Schulgebäudes ehemaliges Grundstück der Schule für Hörgeschädigte Münzstr. 6 in Erbpacht an den Quartierträgerverein: Kunstlabor naher Gegenden (KuNaGe) e.V. bzw. an eine noch zu gründenden gemeinnützigen Münzviertel Genossenschaft zur Einrichtung eines Sozio-Kulturellen-Zentrums:

„Wir können es besser! Unser Entwurf: Neubebauung ehemaliges Grundstück Schule für Hörgeschädigte Schultzweg 9 einschließlich: „Sozio-Kulturelles-Zentrum“ im alten Schulgebäude“: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3523

Wir freuen uns auf euer Dabeisein
Stadtteilinitiative Münzviertel

siehe hierzu weiter:

http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3962

 

Einladung: Soziale Stadtentwicklung rund um den Hauptbahnhof am 24.1.17 um 19.00 Uhr „Herz As“ Norderstr. 50

s. hierzu:

Voll doof: „Verkauf des städtischen Grundstücks „ehemalige Schule für Hörgeschädigte“ Schultzweg 9 an das private Finanzkapital“: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=1764

Wir können es besser!: „Unser Entwurf: Neubebauung ehemaliges Grundstück Schule für Hörgeschädigte Schultzweg 9 einschließlich: „Sozio-Kulturelles-Zentrum“ im alten Schulgebäude“: http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3523

Wir freuen uns über euer Dabeisein
mit herzlichen Grüßen
Stadtteilinitiative Münzviertel

Alles Gute für 2017

koZe 3.12.15Alles Gute für 1917

Der Punkt

Die Tage kommen, um zu gehen.
Was war, ist bald vergessen.
Jedes Tasten, Riechen, Schmecken.
Der Sonnenuntergang

ist bald vorbei. Es bricht mein Herz.
Bedrohlich jede Freude:
Die Schönheit ist zwar überall,
bloß heißt ihr Schatten Reue

In aller Frühe raunt es dennoch,
vergiss nur deine Sorgen.
Egal, dass heute wir verlieren.
Es ist ja noch nicht morgen.

Kate Tempest* 2014

Alles Gute, viel Spass und Erfolg für 2017
Stadtteilinitiative Münzviertel

s. weiter: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“
http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3728

*’The Heist‘ – Kate Tempest // In The Woods Barn Sessions 2014
https://www.youtube.com/watch?v=BvvlyqWHlfI&feature=share

Bilderbogen: Probe # 4 „36 Monate WERKHAUS MÜNZVIERTEL“ / „Über das Künstlerische im Werkhaus Münzviertel“ 24.11.2016

Küche

„Die Idee, also das gedanklich Stattfindende, das hier in diesen Räumen steckt, gründet in der Vorstellung möglicher Begegnungen und der damit verschränkten Kommunikation in einem geschützten Raum mitten in der Stadt. Ausdruck ist die bewusste Gestaltung als Vorgang neben der zuverlässigen Anerkennung aller Teilnehmenden an den damit verbundenen sichtbaren und unsichtbaren Prozessen, die das Haus beleben.“

Kunstwissenschaftlerin Wiebke Trunk, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
„Über das Künstlerische im Werkhaus Münzviertel“: Kurzvortrag Münzviertel HH 24.11.16

Tonstudio   Holzwerkstatt FahrradwerkstattSozialarbeiter Stephan Karrenbauer, Hinz&Kunzt: „Obdachlosigkeit“  Foto: Raphael MerkleKunstwissenschaftlerin Wiebke Trunk, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 
„Kamera für die Straße“ Olivier NourissonOlivier Nourisson: https://www.facebook.com/olivier.nourisson?fref=nfHeft#3                                        Heft#2                                     Heft#3
              

Heft#1: 12 Monate Werkhaus Münzviertel: werkhaus_heft_nr_1
Heft#2: 22 Monate Werkhaus Münzviertel: heft_nr_2_ltzt
Heft#3: 36 Monate Werkhaus Münzviertel: heft_no_3_ltzt

Skizze: „Resonanzwagen“: Was wird gemacht?: Resonanzwagen

s. weiter: Einladung: Probe # 4 „36 Monate WERKHAUS MÜNZVIERTEL“ 24.11.2016:  http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3770 

Nachtrag:

Rosenallee 11 Juni 2016

Le numéro 1 de la revue „Architecture & Poésie“ (167 pages) sortira le 20 janvier.
avec : Linda Bilda, Antoine Hummel, Marion Breton, Wim Cuyvers, Olivier Nourisson, Romaric Sobac, Joachim Clémence, Prune Bécheau, Frédéric Danos, Éric Lombard, Lavinia Schulz, Jean Recoura, Benjamin Binder, Cléo Tabakian, Frédéric Déotte…

Olivier Nourisson 25. Dezember 2016: https://www.facebook.com/olivier.nourisson?pnref=story

 

Partizipatorische Stadtteilentwicklung? Ein Versprechen oder konkrete Praxis?

img_2146-j-ii-pgMünzstraße Sept. 2015 

Partizipatorische Stadtentwicklung zwischen Anspruch und Praxis.
Unterschiedliche Sichtweisen auf und Erwartungen an Beteiligungsprozesse.
Am Beispiel der Neubebauung des Grundstück der ehemaligen Schule für Hörgeschädigte Schultzweg 9 (Schlüsselprojekt „Fördergebiet Münzviertel“ Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung) – und darüber hinaus

mit:

Dirk Kienscherf Stadtentwicklungspolitischer Sprecher
SPD Bürgerschaftsfraktion,
Prof. Bernd Kniess Urban Design HCU,
Maximilian Müller / Günter Westphal Stadtteilinitiative Münzviertel
Moderation: Katharina Schipkowski taz

am:

Dienstag 22.11.16 um 19.00 Uhr
Werkhaus Münzviertel Rosenallee 11 20097 Hamburg

Das Versprechen:

„Diese Allianz (Verwaltung, professionelle und zivilgesellschaftliche Akteure sowie Wirtschaft) basiert auf einer gemeinsamen Problembewertung, auf gemeinsam ausgehandelten Lösungsstrategien und Zielorientierungen. Sie beruht auf gemeinsamen Absprachen, Übereinkünften und Selbstbindungen zwischen den Beteiligten hinsichtlich Transparenz, Partizipation, Verantwortlichkeiten und kollektiver Entscheidungsfindung.“

aus: „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)“ Senats-Drucksache 19/3652 21.7.09 Seite 38:

Die Praxis?:

„Auch wenn es zu anderen Entscheidungen kommt, man ist mit den Bürgern trotzdem im Dialog. Daher ist das Thema RISE wichtig, um auch mitzubekommen welche Proteste es da gibt. Es ist nicht automatisch ableitbar, dass eine Entscheidung eines Quartiersbeirats bindend ist, Wir haben weitere Gelder bereitgestellt. Dann zu sagen, das wäre Verarsche, das stimmt nicht. Das ist ein Spannungsfeld, deswegen kam es zur Eskalation.” (Dirk Kienscherf 2016)

aus: „Squatting 2.0, Urbane Praktik zur Produktion von Wohn- und Möglichkeitsraum“,
Helena Hahn, Masterthesis des Studiengangs Urban Design an der HafenCity Universität,
2016 Seite 114

siehe hierzu:

„Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“:
http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3728
„Partizipatorische Bürgerbeteiligung: Voll daneben!“:
http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3030
„Es gibt keine soziale Stadtplanung in Hamburg“:
http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3417
„Unser Entwurf: Wir können es besser“:
http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3523

Wir freuen uns über euer Dabeisein und Mitdiskutieren.

Mit besten Grüßen aus dem Münzviertel
Stadtteilinitiative Münzviertel

s. weiter: „Es wird kalt und leer im Münzviertel“
http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3632

Einladung: Probe # 4 „36 Monate WERKHAUS MÜNZVIERTEL“ 24.11.2016

„Diese »Bedeutung« der Kunst scheint mir nicht, wie die der spätbürgerlichen Bildungsreligion, an gesellschaftliche Sonderbedingungen gebunden, sondern die Erfahrung des Schönen, und insbesondere des Schönen im Sinne der Kunst, ist die Beschwörung einer möglichen heilen Ordnung, wo immer es sei.“ 

Hans–Georg Gadamer: Die Aktualität des Schönen, Stuttgart 1977

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Olivier Nourisson über seine Arbeit im Werkhaus Münzviertel

Zuerst ist da die Stadt, keine kleine Stadt, nee nee! Eine Großstadt, massiv,
imposant, mit Unmengen von Leuten … wir sind in Hamburg. Im Zentrum Hamburgs
liegt der Bahnhof, der Hauptbahnhof, um den sich alles zu drehen
scheint. Neben dem Hauptbahnhof gibt es ein Viertel, das von den
Bahnlinien und der Ringautobahn in die Zange genommen wird. In diesem kleinen
Viertel, im zweiten Stock eines Backsteingebäudes befindet sich das Werkhaus.
Dort bin ich an einem Tag im Frühling angekommen. Im Werkhaus gibt es ein Büro,
ein Atelier/eine Tischlerwerkstatt, ein Tonstudio, ein Zimmer mit einem Sofa und
einem Computer, einen Raum voll mit Pflanzen und künstlichem Licht sowie eine
Küche, wo der Tag scheinbar am achteckigen Tisch, vollgestellt mit
Kaffeekanne, Marmelade, Käse, Butter und Brötchen, beginnt. Hier sind wir! Im
Werkhaus kann jeder vorbeikommen, um einen Kaffee zu trinken, zu essen, zu
diskutieren, ein Problem mit der Verwaltung/dem Amt zu lösen oder in der
Werkstatt mit Künstlern zu arbeiten. Wegen der Werkstatt bin ich hier, denn ich
bin ein „Künstler“; nun, zumindest bezeichnet man mich als das und
hat mich in dieser Funktion eingeladen, sodass das stimmen sollte. Aber ein
Künstler hat Ideen, ein Projekt und spricht Englisch! Und ich habe keine Ideen,
kein Projekt und sprechen acht oder neun Wörter Englisch. Wie soll das gehen?
Wir sind rausgegangen und haben weggeworfenes Material gesammelt und all das zum
Werkhaus gebracht, wo wir es auf zwei Haufen gelagert haben. Ein Haufen in der
Tischlerwerkstatt und ein Haufen im Garten, um von einem zum anderen gehen zu
können – je nach Wetterlage. Wir haben damit begonnen das gefundene
Material in Stücke zu zerlegen und neu zusammenzufügen, wobei unser hin und her
von „here“, „come“, „take“, „yes“, „no“, „what is it ?“, „i do not“, „what do
you think“, „why not“ und auch „eins“, „zwei“, „drei“,
„ein Stück“, „ein kleines Stück “ begleitet wurde. Bei dieser
Beschäftigung haben wir undefinierbare Formen geschaffen, um herauszufinden, wo die Hohlräume und Vertiefungen wichtiger sind als das
Ausgefüllte und Fertige. Die Materialien sind von der Straße ins Werkhaus
gelangt und landen verwandelt in der Form und begleitet von den Fragen, die wir
uns über die heutige Bedeutung von Subjektivität und den eigenen Raum stellen,
wieder auf der Straße. Es gibt nicht viele Orte wie das Werkhaus, wo man die
Antwort „I do not know!“ auf die Frage „What is the plan today?“, akzeptiert.

Olivier Nourisson:  https://www.facebook.com/olivier.nourisson?fref=nf
August 2016

Donnerstag, den 24.11.16 um 18.00 Uhr im Werkhaus Münzviertel  Rosenallee 11

s. weiter: WERKHAUS TRACKS (Vol. I) Okt. 2015:
http://www.muenzviertel.de/blog/?p=3089